Grünes Klassenzimmer - Wettbewerbsbeitrag

Bewegung und Begegnung - Unser Schulhof

Wettbewerbsbeitrag von Julia Büssing und Felix Lukassen

 

Das Projekt "Bewegung und Begegnung"

Die Umfrage

Ideen und Pläne

Eine Schulhof-AG? 

 


  

Das Projekt "Bewegung und Begegnung"

Im Rahmen des Projekts "Bewegung und Begegnung" des Ausbildungsförderwerks Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. fand eine Umfrage zum Schulhof statt, an der alle Biologieklassen teilnahmen. 

Ziel der Umfrage war es, sowohl aktuelle Meinungen der Schüler zum Schulhof als auch Verbesserungsvorschläge und Kritik zu hören. 

Insgesamt nahmen 881 Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis Klasse 12 teil, davon waren 400 männlich und 481 weiblich. 

Es gab insgesamt zehn Aussagen, die jeweils mit den Zahlen von 5 (= trifft vollkommen zu) bis 1 (=trifft gar nicht zu) bewertet wurden. 

Außerdem gab es für jeden Schüler die Möglichkeit, bei Interesse und Ideen für die Schulhofgestaltung seinen Namen bei der Befragung einzutragen. 

 


 

Die Umfrage

Hier folgt nun eine Auswertung der Umfrageergebnisse, Aussage für Aussage. 

 Aussage 1  Aussage 2  Aussage 3  Aussage 4  Aussage 5
 Aussage 6  Aussage 7  Aussage 8  Aussage 9  Aussage 10

 

 

 

Aussage 1: Unser Schulhof sollte nicht verändert werden, es gibt keinen Veränderungsbedarf

Diese Aussage sollte erst einmal ein generelles Stimmungsbild vom Schulhof verschaffen.

   

Aus dieser Aussage wird deutlich, dass es durchaus Verbesserungsbedarf an unserem Schulhof gibt - schließlich gehen die Bewertungen in Richtung "trifft nicht zu", und das ziemlich gleichmäßig über die Jahrgänge verteilt. 

Auffällig ist hier noch, dass der Graph für die weiblichen Schüler über dem der männlichen liegt - die männlichen Schüler sind also eher unzufrieden mit dem Schulhof.

 

 

 Aussage 2: Es gibt genügend Aufenthalts- und Rückzugsorte in den Pausen

 

Bei dieser Aussage gibt es eindeutig Unterschiede zwischen den jüngeren Jahrgängen 5/6 und den älteren Jahrgängen. So gibt es für die 5/6. Klassen wohl genug Aufenthaltsmöglichkeiten in den Pausen, während bei den älteren Klassen die Tendenz dazu geht, dass es Verbesserungsbedarf gibt. Das liegt möglicherweise daran, dass die unteren Klassen auch einen extra Bereich auf dem Schulhof haben (bei der Kletterspinne neben dem Atrium). 

 

 

Aussage 3In den Pausen spiele ich gerne mit anderen Mitschülern Fußball und andere Spiele

 

Das ist wohl der eindeutigste Graph - ganz klar liegt hier der blaue Graph der männlichen Schüler über dem roten Graph der Schülerinnen - auch ist eine große Veränderung von der 5. Klasse bis zur Klasse 12 zu erkennen - während die jüngeren Schüler und Schülerinnen noch relativ häufig in den Pausen spielen, trifft das für die älteren Jahrgänge gar nicht mehr zu. 

 

 

Aussage 4Für den Aufenthalt in den Pausen gibt es ausreichend Überdachungen bzw. Schutz vor Regen/ schlechtem Wetter

 

 

Bei dieser Aussage fällt auf, dass insgesamt dreimal die Bewertung positiv ausfällt, also über 3 liegt. 

Das ist einmal in den Klassen 5 und 7 der Fall, aber auch in der Klasse 10. 

Unsere Erklärungsansätze hierzu sind, dass die jüngeren Schüler sowieso etwas "wetterfester" sind als die älteren und weniger ein Problem mit Regen haben als ältere. Zudem sind es meist die jüngeren Schüler, die in den Pausen Fußball und andere Spiele draußen spielen, wie wir in Aussage 3 festgestellt haben - bei diesen Aktivitäten ist eine Überdachung auch nicht wichtig, sondern vielmehr für die älteren Schüler, die sich in den Pausen eher unterhalten und nicht mehr so viel machen.

Weil Klasse 10 ja auch recht zufrieden mit der Überdachung ist, vermuten wir, dass das daran liegt, dass die 10er Klassen ihre Klassenräume im neuen Mensagebäude haben, sich in den Pausen auch dort aufhalten und deshalb weniger ein Problem mit schlechtem Wetter haben. 

Bei den anderen Klassen fällt das Ergebnis jedoch negativ aus - auch das wäre etwas, das an unserem Schulhof verbessert werden könnte. 

 

 

Aussage 5Der Schulhof ist „natürlich“ genug (gutes Verhältnis aus Rasen, Bepflanzung und freien Steinflächen)

 

Hiermit sind wohl die meisten zufrieden- der Graph pendelt sich beim Durchschnittswert 3 ein. 

Auffällig ist allerdings, dass der Graph der weiblichen Schüler hier über dem der männlichen liegt, also die männlichen Schüler etwas unzufrieden mit der "Natürlichkeit" des Schulhofs sind. 

Der Grund für die Zufriedenheit mit der Bepflanzung liegt sicherlich auch an den vielen Bäumen, die auf dem Schulhof zu finden sind und diesen Bereich von der Stadt etwas abgrenzen. Auch gibt das "grüne Dach" der Bäume sicher ein gutes Gefühl für den Aufenthalt auf dem Schulhof. 

 

 

Aussage 6Mir gefällt die Bepflanzung des Schulhofs (genügend Bäume/ Sträucher etc.)

Diese Aussage hängt sehr mit der Aussage 5 zusammen, entsprechend sind auch die Ergebnisse: 

 

Man sieht hier, dass die meisten Schüler relativ zufrieden mit der Bepflanzung sind - das Ergebnis ist wie bei Aussage 5, auch hier sind die weiblichen Schüler zufriedener als die männlichen. 

 

 

Aussage 7Es gibt genügend Sport- und Bewegungsmöglichkeiten auf dem Schulhof

 

Man kann ganz klar eine positive Tendenz erkennen, fast alle Ergebnisse liegen nämlich über dem Wert 3.

Es gibt also durchaus viele Sport- und Bewegungsmöglichkeiten auf unserem Schulhof, das liegt sicher an den zwei Tartanplätzen, der Tartanbahn, den Tischtennisplatten sowie der Kletterspinne (für die jüngeren Schüler) etc.  

 

 

Aussage 8Der Schulhof wird ausreichend in den Unterricht miteinbezogen ( vor allem Biologie-, Mathematik-, Kunst- und Sportunterricht)

Diese Aussage hängt mit Aussage 9 zusammen und war insbesondere für uns wichtig, weil es den Aspekt der "Begegnung" des Wettbewerbs betrifft. Schauen wir uns die Ergebnisse an: 

Die Ergebnisse zeigen in den negativeren Bereich - alle Werte liegen unter 3, die Werte gehen bis zu 1,5. 

Unabhängig vom Geschlecht der Befragten sieht also die Mehrzahl der Schüler eindeutigen Verbesserungsbedarf beim Einbezug des Schulhofs in den Unterricht. Gibt es denn überhaupt genügend Möglichkeiten dazu? 

 

 

Aussage 9Es gibt genügend Möglichkeiten für Unterricht auf dem Schulhof (Beispiel: Grüne Klassenzimmer)

 

 

Hier sehen wir auch einen Grund dafür, dass der Schulhof so wenig einbezogen wird - es gibt gar nicht genügend Möglichkeiten dazu! Auch hier sind alle Werte negativ, das Geschlecht der Befragten spielt auch hier eigentlich keine Rolle. 

Gute Möglichkeiten für Unterricht draußen gibt es auch nicht - denn, wenn Unterricht draußen stattfinden soll, dann auch so, dass man nicht abgelenkt wird, sich wohlfühlt und geschützt ist. 

Denn sonst bietet es viele Vorteile, draußen Unterricht zu machen - nicht zuletzt wegen der frischen Luft, die sich nachweislich positiv auf das Lernen auswirkt. 

Dazu hatten wir viele Ideen, die ihr bei Ideen und Pläne sehen könnt.

 

 

Als letzte Aussage 10 wollten wir herausfinden, wie viele Leute denn tatsächlich Lust haben, sich mehr mit dem Schulhof zu beschäftigen: Ich habe Lust, mich mehr mit dem Schulhof und seiner Bepflanzung zu beschäftigen.

 

 

Hier gibt es doch recht großes Interesse, wenn auch der Wert hier unter 3 liegt - auffällig ist hier, dass das Interesse von der 5. bis zur 12. Klasse abnimmt und auch die weiblichen Schüler mehr Lust haben, etwas mit dem Schulhof zu machen. 

Insgesamt halten wir das Ergebnis dennoch für durchaus positiv, was wir durch die vielen Leute bestätigt sahen, die ihren Namen auf den Umfragebogen geschrieben haben, weil sie Lust haben, sich mehr mit dem Schulhof zu beschäftigen. 

Auch trafen wir uns mit ein paar "Grünexperten"- Landschaftsgärtnern, die sich unsere Vorschläge anhörten und sich mit uns unseren Schulhof ansahen. Die Ergebnisse der Umfrage zusammen mit der Kritik der Grünexperten sind auf diesem Bild zu sehen: 

 

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

 

 

 


 

Erste Ideen und Pläne

Aus der Umfrage ließ sich Einiges schlussfolgern - aber vor allem, dass gute Möglichkeiten für Unterricht auf dem Schulhof fehlen - und dazu hatten wir und andere Schülerinnen und Schüler einige Ideen, die wir hier vorstellen möchten. 

Als Platz zur Umsetzung unserer Ideen wählten wir die leere Fläche neben dem Naturwissenschaftsgebäude, auf der früher der Container stand.

 

Erste Idee: Das Colosseum

 

Diese erste Idee ist sehr natürlich und verhältnismäßig einfach - es handelt sich, ähnlich einem Kolosseum, um einen Kreis aus Natursteinen, der im Boden vertieft ist. Auf den Natursteinen sitzen die Schüler, während der Lehrer in der Mitte des Kreises ist. 

Das Colosseum ist dabei umgeben von mehreren Bäumen und Sträuchern, da man sich wohler fühlt, wenn man im Rücken "geschützt" ist. Außerdem wird man dann nicht abgelenkt. 

Auf der anderen Seite wird das Gelände um das Colosseum etwas erhöht, um so auch einen Sichtschutz zu bieten. 

Das Colosseum hätte mehrere Funktionen, man könnte dort auch größere Veranstaltungen stattfinden lassen, außerdem ist das Colosseum auch in den Pausen ein guter Aufenthalts- und vor allem Rückzugsort. 

 

 

Eine zweite Idee: Das Freiluftatrium

 

Bei dieser Idee braucht man etwas Vorstellungskraft. Dieses Konzept besteht aus einer Art Pavillon, der von drei Seiten - Terrassen auf verschiedenen Ebenen umgeben ist. Der gesamte Pavillon steht erhöht. Als Sichtschutz um den Pavillon haben wir uns hier Hecken gedacht, auch gegenüber der Eingänge fanden wir die Nutzung von Hecken zur Schaffung einer geschützten Atmosphäre hilfreich. Die erhöhten Terrassen um den Pavillon sind umgeben von erhöhten Beeten mit Blumen und Sträuchern. Das ganze Modell ist dabei umgeben von mehreren Bäumen und Grünpflanzen, die es zusätzlich abgrenzen sollen. Als Bodenbelag um das Freiluftatrium haben wir uns hier eine Erd-Holz-Mischung gedacht, wie auf der Seite bei der Kletterspinne. 

  

Diese zwei Ideen sind auch als Anregungen gedacht weiter zu denken und eigene Ideen zu entwickeln. 

So trafen wir uns mit allen Schülern, die Lust hatten, selber an der Schulhofgestaltung mitzuwirken, und luden jeden ein, seine eigene Idee zu Papier zu bringen - die Ergebnisse waren beeindruckend!

 

Auch bastelten wir an einem Modell, das die oben vorgestellte Idee des Kolosseums aufgreift - hier einige Bilder dazu: 

 


 

 

Eine Schulhof-AG

 

Aufgrund der positiven Resonanz zur Mitarbeit bei der Verbesserung unseres Schulhofs beschlossen wir, ein Treffen aller Schüler zu organisieren, die Lust hatten, sich mehr mit dem Schulhof zu beschäftigen. Dabei wollten wir auch die Gründung einer Schulhof-AG ansprechen. Die Themen und Beschäftigungsfelder der AG wären vielfältig. Im Vordergrund ständen sicherlich Projektarbeiten zum Schulhof, so zum Beispiel: Eine Kartierung des Schulhofs, ein Onlineverzeichnis der Pflanzen des Schulhofs, ein Baumlehrpfad und neue Baumpflanzungen.

Weiterhin könnte man im Rahmen der AG auch landschaftsgärtnerische Themen ansprechen, wie z.B. praktische Arbeiten draußen und das Anfertigen von Plänen. Wir waren ja schon sehr beeindruckt von den Spontan-Plänen vieler Schüler.

Biologische Themen sollten auch angesprochen werden - man könnte so zum Beispiel Untersuchungen zur Vegetation und Tierwelt des Schulhofs anstellen. Weiterhin könnten wir auch Mikroskopieren und Experimente machen.

Bilder vom ersten Treffen seht ihr hier:  

 

 

 

 

 

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