Latein in der Sek. I

Der schuleigene Lehrplan für das Fach Latein in der Sekundarstufe I

Der schuleigene Lehrplan vermittelt einen kurzen Einblick in die wichtigsten Aspekte des Unterrichtsgeschehens. Detaillierte Informationen über die Progression der einzelnen Unterrichtswerke sowie der komplette Lehrplan für das Fach Latein finden sich unter folgenden Links:

Inhaltsübersicht INTRA I: Inhaltsverzeichnis INTRA I.pdf

Inhaltsübersicht INTRA II: Inhaltsverzeichnis INTRA II.pdf

Inhaltsübersicht ROMA: Inhaltsverzeichnis ROMA.pdf

Kerncurriculum für das Gymnasium: Schuljahrgänge 5-10

Allgemeines

Grundsätzlich geht es Lateinunterricht nicht nur um das bloße Vermitteln der lateinischen Sprache und geschichtlichen bzw. kulturellen Hintergrundwissens.

Wesentlicher Bestandteil des Lateinunterrichts ist ab dem ersten Lernjahr der Lateinschüler/innen ein intensives Bemühen um ein fundiertes Verständnis der deutschen Sprache - d.h. zumeist der eigenen Muttersprache - und daraus resultierend eine Verbesserung der Kompetenzen in der deutschen Sprache.

Diesem Zweck dient die Reflexion über grammatische Phänomene ebenso wie das Bemühen um eine nicht nur grammatisch korrekte, sondern auch sprachlich gelungene und inhaltlich treffende Übersetzung.

Ferner werden bei der Wortschatzarbeit grundlegende Kenntnisse über das Funktionieren von Wortbildung allgemein, d.h. nicht nur im Lateinischen, sondern auch im Deutschen (oder auch im Englischen), vermittelt. Außerdem wird der deutsche Wortschatz sowohl um seltener gebrauchte deutsche Begriffe (wie z.B. heimsuchen oder Hochmut) erweitert als auch vor allem um zahlreiche Fremdwörter, die aus dem Lateinischen stammen. Das Weiterleben lateinischer Vokabeln im Wortschatz anderer europäischer Sprachen (vor allem des Englischen, das alle Schülerinnen und Schüler lernen) wird ebenfalls regelmäßig aufgezeigt.

Zudem beschränkt sich der Lateinunterricht nicht auf die bloße Vermittlung geschichtlich oder kulturell relevanter Inhalte; in der Regel schließt sich ein intensiver Vergleich mit der eigenen Gegenwart und Erlebniswelt an, die oft auf den ersten Blick ganz anders wirkt als die Antike, aber bei genauerem und vor allem kritischem Hinsehen erstaunlich viele Parallelen aufweist – so z.B. die Vergleichbarkeit antiker Sklaverei mit der Ausbeutung von Arbeiter(inne)n in Billiglohnländern nicht nur durch Konzerne, sondern auch durch das eigene Kauf- und Konsumverhalten.

Die methodischen Vorgehensweisen orientieren sich an den jeweiligen Lerninhalten und Lerngruppen.

Im Vordergrund steht das Unterrichtsgespräch. Grundsätzlich wird aber ebenso viel Wert auf das selbstständige Erarbeiten von Inhalten gelegt wie auf deren Vermittlung durch die unterrichtende Lehrkraft. Die Gruppenarbeit nimmt vor allem bei der selbstständigen Arbeit einen großen Raum ein. Dabei wird zwischen der Arbeit in leistungsgemischten und leistungsgleichen Gruppen, im letzteren Fall mit entsprechender Binnendifferenzierung der Arbeitsaufträge, gewechselt.

Wenn die Textinhalte dies erlauben, werden gern auch szenische Darstellungen der behandelten Texte oder Rollenspiele in den Lateinunterricht integriert.

Zunehmend findet die Arbeit mit digitalen Medien ihren Platz im Lateinunterricht:

Wir benutzen zum einen die Lernsoftware Navigium, für die eine Schullizenz angeschafft wurde, die unseren Lateinschüler(inne)n auch die Nutzung von Zuhause aus erlaubt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: In erster Linie wird Navigium zum Lernen von Vokabeln genutzt, die von der unterrichtenden Lehrkraft eingegeben werden; ebenso ist aber auch das Training von Grammatik und eine Unterstützung bei der Lektürearbeit mit dieser Software möglich.

Beim neuen Unterrichtswerk ROMA wird kann außerdem am Smartboard mit einer click&teach-Software gearbeitet werden.

Ferner ist gerade bei der selbstständigen Vertiefung besprochener kulturhistorischer Inhalte sowie für die Beurteilung ihrer Gegenwartsrelevanz die Internetrecherche unerlässlich. Auch veranschaulichendes Material (DVDs sowie Dokumentations- oder Filmausschnitte) wird regelmäßig eingesetzt.

Schuleigener Lehrplan für das Unterrichtswerk INTRA

In den Klassen 7, 8 und 9 wird derzeit noch mit dem Unterrichtswerk INTRA gearbeitet.

Der Kenntnisstand am Ende von Klasse 6 umfasst vor allem folgende grammatische Phänomene:

Deklinieren:

Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden kurz "SuS") kennen die Formen der fünf Kasus in der a-, o- und konsonantischen Deklination (inklusive Mischdeklination).

Konjugieren:

Die SuS kennen die aktiven Indikativ-Präsens-Formen der a-, e-, i- und konsonantischen Konjugation (inklusive der gemischten Konjugation) sowie von "esse".

Sonstiges:

Auch der AcI ist am Ende der Klasse 6 bereits bekannt.

Dabei wurde in der 6. Klasse viel Zeit in das Erläutern und Üben nicht nur lateinischer, sondern vor allem auch deutscher Grammatikphänomene investiert, da letztere den SuS in zunehmendem Maße nicht mehr hinreichend vertraut sind.

Ferner wurde intensiv das Lernen von Vokabeln und Grammatik thematisiert: Es wurden verschiedene Lerntechniken vorgestellt und wiederholt im Unterricht erprobt.

Auf diese Lerntechniken wird in den Folgejahren immer wieder verwiesen; bei Bedarf werden sie nochmals kurz erläutert oder geübt.

Die SuS haben am Ende des Jahrgangs 6 etwa 300 Vokabeln gelernt.

Inhaltlich ging es im ersten Lernjahr um wichtige Aspekte des römischen Alltaglebens: Schule, Freizeit (Sport, Spiele), die Stadt Rom (Forum, Subura), das Landleben, Familie, Sklaven.

In der Regel wurde INTRA I mit der 10. Lektion abgeschlossen.

Im Jahrgang 7 werden vor allem folgende grammatische Phänomene behandelt:

Deklinieren:

Die SuS lernen die i- und e- Deklination. Ferner werden die Formen und der Gebrauch wichtiger Pronomina vermittelt.

Konjugieren:

Es kommen zu den aktiven Indikativ-Präsens-Formen nun die aktiven Indikativ-Formen im Imperfekt, Perfekt, Plusquamperfekt und Futur hinzu.

Die SuS lernen ca. 300 weitere neue Vokabeln. Dafür kann ein digitaler Vokabeltrainer sowohl im Unterricht als auch (mittels der erworbenen Schullizenz) bis 15.30 Uhr zuhause genutzt werden. Die Software erlaubt den SuS auch das Trainieren grammatischer Formen. Die Nutzungsmöglichkeiten werden im Lateinunterricht vorgestellt und geübt.

Auch in den folgenden Lernjahren sollen diese digitalen Lernmöglichkeiten weiterhin genutzt werden.

Bereits gelernter Wortschatz sowie Grammatikstoff werden unter Anleitung des Fachlehrers regelmäßig wiederholt. Auch dies gilt für alle folgenden Lernjahre.

Inhaltlich geht es im 2. Lernjahr um mythologische Themen, die am Ende des Lernjahres (Trojanischer Krieg, Aeneas) zur Behandlung der römischen Geschichte (inhaltliche Schwerpunkt des 3. Lernjahres) überleiten.

In der 7. Klasse sollte die 21. Lektion von INTRA I abgeschlossen werden.

Jahrgang 8

Im Verlauf der 8. Klasse wird der zweite INTRA-Band eingeführt.

Der grammatische Schwerpunkt liegt in der Klasse 8 auf der Vermittlung und dem intensiven Üben von Partizipialkonstruktionen, die in der Regel von den Schülerinnen und Schülern als "schwer" empfunden werden.

Konjugieren:

Es werden nun auch die passiven Formen aller bisher gelernten Tempora vermittelt.

Ferner werden weitere Infinitive gelernt und dadurch die Bandbreite der Zeitverhältnisse beim AcI erweitert.

Für dieses grammatisch anspruchsvolle Programm lassen wir uns in der Regel etwas mehr Zeit, sodass nur acht neue Lektionen behandelt werden.

Es werden in diesem Lernjahr ca. 270 neue Vokabeln gelernt.

Inhaltlich steht im 3. Lernjahr die römische Geschichte im Mittelpunkt, beginnend mit der Gründung Roms und in der Kaiserzeit endend.

In der 8. Klasse sollte die 30. Lektion von INTRA II abgeschlossen werden.

Die Wiederholungslektion 31 kann fakultativ behandelt werden.

Jahrgang 9

Bis spätestens zum Ende der 9. Klasse muss die Spracherwerbsphase abgeschlossen sein. Dabei liegt es im Ermessen der Lehrkraft, wie lange sie mit dem Unterrichtswerk INTRA II weiterarbeitet; fakultativ kann eine Übergangslektüre gelesen werden. Daher wird für das Ende dieses Jahrgangs auch keine INTRA II-Lektion festgelegt, die bis dahin abgeschlossen sein sollte.

Der erste grammatische Schwerpunkt liegt auf der Neudurchnahme der Konjunktivformen und ihrer Verwendung im Nebensatz. Dabei wird die Besprechung des Konjunktivs im Hauptsatz zunächst (also im Jahrgang 9) ausgeklammert und an das Ende des Jahrgangs 10 verlagert, da dieses grammatikalische Phänomen in der Lektürephase der Klassen 9 und 10 in der Regel keine Rolle spielt und erst bei der Cicerolektüre im Jahrgang 11 benötigt wird. Somit schlössen sich die Neudurchnahme des Konjunktivs im Hauptsatz und sein Vorkommen in der Lektüre nahtlos aneinander an.

Als weitere wichtige grammatische Phänomene, die im Anschluss an die Konjunktivformen behandelt werden, sind die Steigerungsformen sowie die Adverbbildung, die Deponentien (inklusive einiger wichtiger Semideponentien) und das Gerundium (inklusive gerundivum pro gerundio) zu nennen.

Die Wortschatzarbeit orientiert sich an der Vorgehensweise der unterrichtenden Lehrkraft.

Entweder wird - wie in den Lernjahren zuvor - das Vokabular der behandelten INTRA II -Lektionen gelernt bzw. wiederholt oder ein lektürespezifischer Wortschatz. Die laut Lehrplan erforderlichen 80% des Grundwortschatzes, also 800 Vokabeln, sind bis zum Ende der Klasse 9 in jedem Fall gelernt worden, wahrscheinlich sogar bereits 100 % bzw. 1000 Vokabeln.

Auch zu den thematischen Inhalten können keine allgemeingültigen Aussagen gemacht werden; sie orientieren sich in jedem Fall an den Vorgaben des Lehrplans und decken bisher noch nicht bzw. nicht hinreichend behandelte Aspekte ab. In der Regel werden die Inhaltsbereiche Religion, Militärwesen und Imperialismus vertieft sowie die Biographien wichtiger antiker Persönlichkeiten erarbeitet. Gegebenenfalls wird auch die Biographie eines als Übergangslektüre gelesenen Autors und Wissen zur entsprechenden literarischen Gattung thematisiert.

Im zweiten Halbjahr der 9. Klasse wird außerdem mit der Einführung der Wörterbucharbeit begonnen, auch wenn dieses in den Klassenarbeiten des Jahrgangs 9 noch nicht verwendet werden darf. An unserer Schule wird ein elektronisches Wörterbuch der Firma Casio verwendet.

Schuleigener Lehrplan für das Unterrichtswerk ROMA

Im Schuljahr 2018/19 ist im Lateinunterricht der 6. Klassen das Unterrichtswerk ROMA neu eingeführt worden, das alle inhaltlichen Vorgaben des neuen Lehrplans, der seit dem Schuljahr 2017/18 in Kraft getreten ist, erfüllt und der Kompetenzorientierung desselben entspricht.

Nach Meinung der Fachkonferenz Latein führt dieses Unterrichtswerk die Grammatik gut strukturiert und systematisch ein, weist eine sinnvolle Begrenzung von Vokabeln und in der Regel auch ihrer Wortbedeutungen auf und enthält neben vielen, abwechslungsreichen Übungsmöglichkeiten ansprechende und altersgerechte Texte. Insgesamt ist das Unterrichtswerk sehr schülergerecht aufbereitet und weist eine so behutsame Progression im Bereich von Lexik und Grammatik auf, dass es unseren Lateinschüler(inne)n bei einem angemessenen Lernverhalten nicht schwer fallen dürfte, dem Unterrichtsgeschehen bequem zu folgen. Trotz der eher gemächlichen Progression sind die Anzahl der Lektionen und die Lektionstexte so gestaltet, dass dieses Unterrichtswerk innerhalb der vom Lehrplan vorgesehenen Zeitspanne gut machbar sein sollte und genügend Zeit zum Üben und Wiederholen von Lerninhalten lässt.

Der schuleigene Lehrplan für das Unterrichtswerk ROMA wird in den beiden folgenden Schuljahren sukzessive fortgeführt, damit die weitere Stoffverteilung jeweils an den bis dahin gemachten Erfahrungen ausgerichtet werden kann.

Jahrgang 6

Deklinieren:

Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden kurz "SuS") lernen die Formen der fünf Kasus in der a-, o- und konsonantischen Deklination.

Konjugieren:

Die SuS lernen die aktiven Indikativ-Präsens-Formen der a-, e-, i- und konsonantischen Konjugation (inklusive der gemischten Konjugation) sowie von "esse".

Sonstiges:

Auch der AcI wird am Ende der Klasse 6 vermittelt.

Speziell in der 6. Klasse lassen wir uns viel Zeit für das Erläutern und Üben nicht nur lateinischer, sondern vor allem auch deutscher Grammatikphänomene, da letztere den SuS in zunehmendem Maße nicht mehr hinreichend vertraut sind.

Ferner thematisieren wir intensiv das Lernen von Vokabeln und Grammatik: Verschiedene Lerntechniken werden vorgestellt und auch im Unterricht wiederholt erprobt.

Auf diese Lerntechniken wird in den Folgejahren immer wieder verwiesen; bei Bedarf werden sie nochmals kurz erläutert oder geübt.

Allgemein greifen wir vor allem in den ersten beiden Lernjahren sowohl bei der Lexik als auch bei der Grammatik gern auf spielerische Übungsformen zurück, wie z.B. Zuordnungs- oder Ratespiele (Memory, Pantomime, Montagmaler u. ä.).

Ferner kann sowohl im Unterricht als auch (mittels der erworbenen Schullizenz) bis 15.30 Uhr zuhause ein digitaler Vokabeltrainer genutzt werden. Die Software erlaubt den SuS auch das Trainieren grammatischer Formen. Die Nutzungsmöglichkeiten werden im Lateinunterricht am Smartboard vorgestellt und geübt. Während bei der gemeinsamen Arbeit im Unterricht spielerische Übungsformen (Zuordnen oder multiple choice) bevorzugt werden, werden für die Arbeit daheim klassische Abfrageformate gezeigt und empfohlen.

Auch in den folgenden Lernjahren sollen diese digitalen Lernmöglichkeiten weiterhin genutzt werden.

Bis zum Ende des Jahrgangs 6 haben die SuS etwa 280 Vokabeln gelernt.

Inhaltlich geht es im ersten Lernjahr um ausgewählte Aspekte des römischen Alltaglebens wie Familie, Sklaven und Wagenrennen; eingebettet ist diese thematische Einheit in eine spannende Kriminalgeschichte. Im zweiten Halbjahr geht es um römische Mythologie.

Am Ende des Jahrgangs 6 sollte die 7. ROMA-Lektion abgeschlossen sein.

Jahrgang 7

Derzeit geplant ist für den Jahrgang 7 folgende Progression:

Deklinieren:

Die SuS lernen die Adjektive der i- Deklination und die Paradigmen einiger wichtiger Pronomina.

Konjugieren:

Die SuS lernen die Indikativformen der restlichen Tempora mit Ausnahme des Futur II im Aktiv und Passiv.

Sonstiges:

Die Adverbbildung (im Positiv) wird vermittelt.

Bis zum Ende des Jahrgangs 7 haben die SuS etwa 280 weitere Vokabeln gelernt.

Bereits gelernter Wortschatz sowie Grammatikstoff werden unter Anleitung des Fachlehrers regelmäßig wiederholt. Dies gilt auch für alle folgenden Lernjahre.

Inhaltlich geht es im zweiten Lernjahr um das Schicksal der Stadt Pompeji und die römische Frühgeschichte, an die sich erneut mythologische Inhalte anschließen.

Am Ende des Jahrgangs 7 sollte die 14. ROMA-Lektion abgeschlossen sein.

Jahrgang 10

Im Jahrgang 10 ist die eigentliche Spracherwerbsphase abgeschlossen, sodass auch kein Unterrichtswerk für den Spracherwerb mehr verwendet wird.

Auf Grund eines Beschlusses der Fachkonferenz werden allerdings die verschiedenen Funktionen des Konjunktivs im Hauptsatz erst am Ende der 10. Klasse vermittelt. Zwar werden in der Regel noch einige weitere grammatische Inhalte wie z.B. das Futur II oder die oratio obliqua nachgetragen[1], aber der eigentliche Fokus liegt in dem Jahrgang 10 auf der Originallektüre: Die SuS sollen mittels leichterer Originaltexte einen Einblick in verschiedene Aspekte der lateinischen Literatur erhalten.

Als verbindlichen Autoren hat die Fachkonferenz Caesar festgelegt; die Dauer der Caesarlektüre und die weitere Lektüreauswahl ist in das Ermessen der unterrichtenden Lehrkraft gestellt, die sich in der Regel an den Interessen der jeweiligen Lerngruppe orientieren wird. In jedem Fall muss sich der Schwierigkeitsgrad des bzw. der gelesenen Autoren an den Vorgaben der exemplarischen Autorenauswahl des Lehrplans (vgl. KC, S.21: Abschluss Kleines Latinum) richten.

Ferner ist in der Lektürephase der Sekundarstufe I (also im Jahrgang 9 oder 10) ein mittelalterlicher Autor zu berücksichtigen. Die Auswahl und die Dauer der Lektüre sind auch hier der unterrichtenden Lehrkraft bzw. der unterrichteten Lerngruppe freigestellt.

Bei der Originallektüre im Jahrgang 10 tritt die selbstständige Arbeit der SuS deutlich in den Vordergrund. Zunehmend sollen komplexere Satzstrukturen eigenständig analysiert werden und dabei bei Bedarf selbstständig eine Systemgrammatik und/oder ein zweisprachiges Wörterbuch zu Rate gezogen werden. Am Ende dieses Prozesses soll eine adäquate Übersetzung des Originaltextes stehen, die anschließend diskutiert und interpretiert werden kann.

Im Jahrgang 10 wird bei allen Klassenarbeiten ein zweisprachiges lateinisch-deutsches Wörterbuch benutzt, dessen Gebrauch bereits im zweiten Halbjahr der 9. Klasse eingeführt worden ist (s.o.) und dessen korrekte Verwendung im Unterricht der 10. Klasse nun durchgängig eingeübt wird. Ferner wird den SuS der selbstständige Gebrauch einer Systemgrammatik vermittelt und geübt. Letztere dient auch der regelmäßigen selbstständigen Wiederholung von grammatischen Kenntnissen.

Über die Art der Wiederholung des Vokabulars und der Erweiterung desselben um einen autorenspezifischen Wortschatz entscheidet die unterrichtende Lehrkraft. In jedem Fall muss am Ende der 10. Klasse ein Grundwortschatz von ca. 1000 Vokabeln sowie ein autoren- bzw. themenspezifischer Aufbauwortschatz beherrscht werden.

Auch bei der Originallektüre kann die Software Navigium sinnvoll eingesetzt und von den SuS selbstständig zuhause als Hilfestellung bei dem Auffinden von Vokabeln und der Formenanalyse eingesetzt werden.

Neben der analysierenden, übersetzerischen und interpretierenden Textarbeit tritt die Vermittlung kulturellen Hintergrundwissens zum gelesenen Autoren, zur behandelten Literaturgattung und den inhaltlichen Bereichen.

Bei der Casarlektüre werden sowohl die Biographie des Autors selbst sowie sein zeitliches Umfeld, die spezifischen Charakteristika seiner Commentarii und zentrale inhaltliche Aspekte wie z.B. das bellum iustum oder die Romanisierung thematisiert und kontrovers diskutiert.

Am Ende des Jahrgangs 10 haben alle SuS mit ausreichenden Lateinkenntnissen (Note 4) ein Kleines Latinum erreicht.

 

[1] Prinzipiell können auch Inhalte wie die Deponentien bzw. Semideponentien, die Verwendung des Gerundivums mit esse (inklusive Dativus auctoris) oder die Steigerung des Adverbs erst im Jahrgang 10 besprochen werden.

Clemens-August-Gymnasium

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