Schulinterner Stoffverteilungsplan Werte und Normen (Sek I)

Organisatorisches:

Das Fach richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am katholischen oder evangelischen Religionsunterricht teilnehmen.

Das Fach Werte und Normen wird durchgehend von der Klasse 5 bis zum Jahrgang 12 angeboten und in der Sekundarstufe I klassenübergreifend unterrichtet. In der Oberstufe wird im Kurssystem unterrichtet.

Anmeldungen zum bzw. Abmeldungen vom Werte- und Normen-Unterricht müssen am Ende eines Schuljahres erfolgen.

 

Gewichtung der Klassenarbeiten/Klausuren und der mündlichen Leistungen:

Pro Halbjahr wird in der Sekundarstufe I eine Klassenarbeit geschrieben, die 30% gewichtet wird, während die mündliche Leistung 70% zählt.

In der Oberstufe richtet sich die Gewichtung nach der Anzahl der Klausuren (eine Klausur 40%, mündliche Leistungen 60%; zwei Klausuren 50%, mündliche Leistungen 50%).

 

Bildungsbeitrag des Faches Werte und Normen

Das Unterrichtsfach Werte und Normen leistet einen gewichtigen Beitrag, um den Ansprüchen gerecht zu werden, die der § 2 des Niedersächsischen Schulgesetzes formuliert. Dem dort verankerten Ziel,

 

(…) die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen“

 

weiterzuentwickeln, trägt das Fach Werte und Normen in besonderem Maße Rechnung.1

 

Im Zentrum des Faches stehen zudem die folgenden didaktischen Prioritäten:

 

  • Auseinandersetzung mit Wirklichkeit und Wahrheitsansprüchen

  • Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit. 2

 

Entsprechend der Struktur der niedersächsischen Kerncurricula unterscheidet das KC Werte und Normen prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche:

 

Die prozessbezogenen Kompetenzbereiche beziehen sich auf Verfahren, die von Schülerinnen und Schülern verstanden und beherrscht werden sollen, um Wissen anwenden zu können. Sie umfassen diejenigen Kenntnisse Fähigkeiten und Fertigkeiten, die einerseits die Grundlage, andererseits das Ziel für die Erarbeitung und Bearbeitung der inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche sind, zum Beispiel

  • Symbol- oder Fachsprache kennen, verstehen und anwenden,

  • fachspezifische Methoden und Verfahren kennen und zur Erkenntnisgewinnung nutzen,

  • Verfahren zum selbstständigen Lernen und zur Reflexion über Lernprozesse kennen und einsetzen,

  • Zusammenhänge erarbeiten und erkennen sowie ihre Kenntnis bei der Problemlösung nutzen.3

 

Die folgenden drei prozessbezogenen Kompetenzbereiche sind verbindlich:

  • Wahrnehmen und Beschreiben

  • Verstehen und Reflektieren

  • Diskutieren und Urteilen

 

Die inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche sind fachbezogen; es wird bestimmt, über welches Wissen die Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Inhaltsbereich verfügen sollen.4

Das systematische und kumulative Lernen wird im Fach Werte und Normen verwirklicht, indem aus den fünf inhaltsbezogenen Kompetenzbereichen5 altersangemessene Leitthemen für die Doppeljahrgänge abgleitet wurden.

 

Die Fachkonferenz Werte und Normen hat die folgende Verteilung der Leitthemen erarbeitet und diese zudem um fakultative Themen ergänzt, die häufig der Vertiefung der obligatorischen Themen dienen.

 

Jahrgang 5

obligatorisch

fakultativ

Umgang mit Erfolg und Misserfolg

(KC, S. 18)

Freundschaft

Regeln für das Zusammenleben

(KC, S. 20)

Verantwortung für das eigene Umfeld

 

Festtage und Feste im Jahreszyklus

 

 

 

Jahrgang 6

obligatorisch

fakultativ

Zukunftswünsche und Zukunftsängste

(KC, S. 19)

Wahrheit und Lüge

Begegnung mit dem Fremden

(KC, S. 21)

Von der Wahrnehmung zum Vorurteil

Monotheistische Weltreligionen

(KC, S. 22)

Erklärungen zur Weltentstehung

 

 

 

Jahrgang 7

obligatorisch

fakultativ

Leben in einer christlich geprägten Kultur (Hl. Schrift, Symbole, Feste im Kirchenjahr)

(KC, S. 27)

Auf der Suche nach Sinn und Glück

Verantwortung für Natur und Umwelt

(KC, S. 24)

Spannungsfeld von Schöpfungsmythen und modernen Naturwissenschaften

 

Schuld und Strafe: Gewissen und Gewissensfreiheit

Bewältigung von Grenzsituationen: Konflikte erleben und lösen

 

 

 

Jahrgang 8

Obligatorisch

fakultativ

Menschenrechte und Menschenwürde

(KC, S. 26)

Abbau globaler und innergesellschaftlicher Ungleichheiten

Sucht und Abhängigkeit

(KC, S. 23)

Identitätsfindung und Sinnsuche

 

Freundschaft, Liebe, Sexualität

(KC, S. 25)

Gestaltung des Verhältnisses Geschlechter und Generationen

 

 

Jahrgang 9

Obligatorisch

fakultativ

Entwicklung und Gestaltung von Identität (KC, S. 28)

Konflikte, Gewalt und Aggression

Ethische Grundlagen für Konfliktlösungen (KC, S. 30)

Krieg und Frieden

Weltreligionen und Weltanschauungen (KC, S. 32)

Recht und Gerechtigkeit





Jahrgang 10

Obligatorisch

fakultativ

Wahrheit und Wirklichkeit (KC, S. 31)

10.1

Wertetraditionen und Wertewandel

10.1

Altern, Sterben und Tod (KC, S. 29)

10.2

Existenzielle Bedeutung religiöser Vorstellungen vom Leben nach dem Tode

10.2

Religionskritik und Kritik der Religionen

10.2

Wertvorstellungen in Philosophie, Religionen und Weltanschauungen

10.1

 

 

 

 

1Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgängen 5 – 10 Werte und Normen, Hannover 2009, S. 7.

2 Vgl. KC S. 8

3 KC S. 6.

4 KC S. 6.

5 1. Fragen nach dem Ich 2. Fragen nach der Zukunft 3. Fragen nach Moral und Ethik 4. Fragen nach der Wirklichkeit 5. Fragen nach Religionen und Weltanschauungen (vgl. KC S. 11)

 

Clemens-August-Gymnasium

Bahnhofstraße 53
49661 Cloppenburg

Tel. 0 44 71 / 94 81 0
Fax 0 44 71 / 94 81 50

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 - Impressum -

Umweltschule

(Bewerbung  als Umweltschule läuft)

 

Europaschule200

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok