Seminarfach: Leistungsfeststellung

Wie auch in den Fächern erfolgt die Leistungsfeststellung durch schriftliche Arbeiten und durch die Bewertung der Mitarbeit im Unterricht.

Die Mitarbeit im Unterricht

Die Mitarbeit im Unterricht wird in den Ergänzenden Bestimmungen zu den entsprechenden Verordnungen näher beschrieben. Für das Seminarfach bieten sich weitere Möglichkeiten an, die den besonderen Charakter dieses Faches betonen. Beispiele können sein:

  • rhetorische Leistungen (z. B. freier Vortrag nach kurzer Vorbereitungszeit),
  • Mitarbeit im Team (Aufnahme von Ideen und Vorstellungen anderer Teammitglieder; Geben eigener Impulse zum Erreichen einer Gemeinschaftsleistung),
  • Agieren und Reagieren in Konsultationen (Fragestellungen, Aufnahme von Impulsen),
  • Eigenständigkeit und Kreativität bei Recherche und Präsentation.

Die schriftliche Leistung

Den vielfältigen didaktischen und methodischen Dimensionen des Seminarfaches steht ein ebenso großes Spektrum von Bewertungsgrundlagen und -formen im schriftlichen Bereich gegenüber.

Zu unterscheiden ist hierbei zwischen dem Schulhalbjahr, in dem die Facharbeit geschrieben wird, und den übrigen Schulhalbjahren.

Das Schulhalbjahr mit Facharbeit

In diesem Schulhalbjahr stellt die Facharbeit die schriftliche Leistungsüberprüfung dar, sie geht mit einem Anteil von 50% in die Gesamtbewertung ein (Nr. 10.10 EB-VO-GO; Nr. 12.11 EB-VO-AK). Grundlage der Bewertung der Facharbeit sind deren formale Anlage, die methodische Durchführung sowie die inhaltliche Bewältigung des Themas und die Präsentation.

Auf die folgenden Abschnitte der Hinweise und Empfehlungen zur Facharbeit wird hingewiesen:

Betreuung der Facharbeit durch die Lehrkräfte, Formvorschriften und Aufbau, Bewertung und Beurteilung, Versäumnis und Unfallversicherung (SVBl. 1/1998 S. 24 ff).

Die Schulhalbjahre ohne Facharbeit

Im Seminarfach treten an die Stelle von Klausuren gleichwertige Feststellungen von Schülerleistungen (Nr. 10.11 EB-VO-GO; Nr. 12.12 EB-VO-AK). Diese anderen Leistungsnachweise müssen mit den allgemeinen Anforderungen an eine Klausur vergleichbar sein; ein schriftlicher Teil ist unverzichtbar. Abweichend hiervon kann ggf. auf den schriftlichen Teil bei der fachpraktischen Aufgabe verzichtet werden.

In einer möglichen Halbjahresfolge bietet sich für den jeweiligen schriftlichen Teil an im

  • ersten Schulhalbjahr: Anfertigen einer schriftlichen Hausarbeit als eigenständige, individuelle Leistung, weil das erste Schulhalbjahr durch Wiederholung und Vertiefung der Methodenkenntnisse bestimmt wird.
  • zweiten Schulhalbjahr: Anfertigen einer Facharbeit, weil die Anlage des Seminarfachs davon ausgeht, dass die Facharbeit als Einzel- oder Gruppenarbeit in der Regel erst im zweiten Schulhalbjahr angefertigt werden kann.
  • dritten Schulhalbjahr: Durchführung z. B. eines Projekts, einer fachpraktischen Arbeit, eines Experiments mit schriftlicher Dokumentation und Präsentation, in der Regel als Gruppenarbeit, weil im dritten Schulhalbjahr besonders Wert auf Team- und Präsentationsfähigkeit gelegt werden kann. Hierbei können Präsentation und Verteidigung der eigenen Arbeit in Form eines Kolloquiums im Rahmen der Lerngruppe oder auch einer größeren Schulöffentlichkeit geeignet sein.
  • vierten Schulhalbjahr: Bewertung eines über den Gesamtzeitraum von vier Schulhalbjahren geführten Begleit- oder Berichtsheftes zur Reflexion und Dokumentation des eigenen Lernfortschrittes; im vierten, häufig zeitlich sehr eng angelegten Schulhalbjahr könnte der Schwerpunkt der Bewertung in der kritischen Reflexion des Lernzuwachses liegen. Hat dieses Heft in den ersten drei Schulhalbjahren den Charakter eines Protokolls, so erfolgt die kritische Reflexion als Rückblick im Rahmen des vierten Schulhalbjahres.

Beispiele für andere gleichwertige Feststellungen von schriftlichen Schülerleistungen könnten sein:

  • Ausarbeiten eines Referats in selbst gewählter schriftlicher Form zu einem selbst gewählten Thema mit einem daran anschließenden freien mündlichen Vortrag;
  • fachpraktische Aufgabe, ggf. auch ohne schriftlichen Teil;
  • vergleichbare Leistungen, die an außerschulischen Lernorten (z. B. Betrieb, Hochschule) erbracht werden, wobei die Verantwortung für die Beurteilung so erbrachter Leistungen auch hier stets bei der das Seminarfach unterrichtenden Fachlehrkraft liegt.

Weitere Möglichkeiten können durch die Schulen entsprechend ihrer personellen und organisatorischen Situation entwickelt werden. Die Fachkonferenzen beschließen in Abstimmung untereinander die Einzelheiten und koordinieren die fächerübergreifenden und fächerverbindenden Aspekte.

Die Fachlehrkraft ist verantwortlich für die schriftliche Leistungsfeststellung, und bewertet und beurteilt die Gesamtleistung der Schülerin oder des Schülers. Sie achtet darauf, dass die schriftlichen Leistungen in verschiedenen Formen erbracht werden. Die so erbrachte Leistung geht mit 50% in die Gesamtbewertung des Schulhalbjahres ein.

Für die Bewertung und Beurteilung von Hausarbeiten und weiteren schriftlichen Arbeiten können die Maßstäbe herangezogen werden, die im Schulverwaltungsblatt zur Facharbeit entwickelt und dargelegt worden sind (SVBl. 1/1998 S. 25 ff).

Clemens-August-Gymnasium

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