Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 111-jährigen Bestehen unserer Schule kehrte am Donnerstag, dem 05. März, unter dem Motto „2 aus 111“ ein ehemaliger Schüler auf die Aulabühne zurück: Alexander Rolfes, der im Jahr 2003 an der Schule sein Abitur abgelegt hat. Heute lebt er wieder in Cloppenburg, nachdem er in Münster Theologie und Sprecherziehung studiert hat. Beide Fachrichtungen verbindet er bis heute beruflich – zunächst an der Akademie Stapelfeld und inzwischen in Osnabrück.
Der Abend begann mit einem Gespräch zwischen Alexander Rolfes und Moderatorin Petra Diekmann, die zugleich eine ehemalige Mitschülerin ist. In lockerer und amüsanter Atmosphäre schwelgten beide in Erinnerungen an ihre Schulzeit. Dabei ging es unter anderem um die legendäre „Satansklasse“ 7F, aber auch um prägende Persönlichkeiten seiner Schulzeit – etwa Margret Apke-Jauernig sowie Annette Ovelgönne-Jansen. Besonders positiv erinnerte sich Rolfes an ihren Englischunterricht und die gemeinsame Erarbeitung von Bram Stokers Dracula, der ihm später in seiner Theaterarbeit wiederbegegnen sollte.
Mit seinem Eintritt in die Theater-AG nahm seine Schullaufbahn eine entscheidende Wendung. Hier entdeckte er seine Begeisterung für das Sprechen und das Theaterspiel – eine Leidenschaft, die später auch seine Studienwahl und seinen beruflichen Weg beeinflussen sollte.
Im zweiten Teil des Gesprächs übernahm Ulrike Niemeyer die Moderation von Petra Diekmann. Auch dieses Gespräch blieb locker und unterhaltsam und führte weiter durch Studium und berufliche Stationen von Alexander Rolfes bis zu seiner Rückkehr nach Cloppenburg. Dabei rückte auch seine Tätigkeit beim „theater ex libris“ in den Mittelpunkt – einem Ensemble aus Münster, das sehr erfolgreich Live-Hörspiele auf Grundlage klassischer Literatur aufführt.
Das Gespräch wurde immer wieder durch professionelle Textvorträge ergänzt, in denen Rolfes Auszüge aus Werken von Heinrich Böll, Bram Stoker oder William Shakespeare präsentierte. Die ausgewählten Texte verband er jeweils mit Stationen seines Lebenswegs. In diesen Momenten zeigte sich besonders eindrucksvoll sein Talent für Sprache und Vortrag – und zog das Publikum in der Aula spürbar in seinen Bann. Etwas ernster wurde es am Ende, als der Gast das neue Projekt „Die Feuerzangenbowle“ durchaus kritisch in einen historischen Kontext stellte.
So wurde der Abend zu einer ebenso unterhaltsamen wie inspirierenden Begegnung mit einem ehemaligen Schüler, dessen Weg auf besondere Weise zeigt, wie prägend schulische Erfahrungen sein können.
Wir danken dafür Alexander Rolfes, aber auch dem Team um „111 Jahre CAG“, hier besonders Petra Diekmann und Ulrike Niemeyer, für einen tollen Aulaabend.
Die Jubiläumsreihe wurde am 18. März fortgesetzt. Wir durften den zweiten besonderen Gast begrüßen: den ehemaligen Schulleiter Heinrich Hachmöller.








