Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau

Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau

2025 10 BirkenauDank einer Initiative der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Cloppenburg und Oldenburg durfte eine Gruppe des CAG - insgesamt 16 Schüler:innen des gesellschaftswissenschaftlichen Profils - gemeinsam mit Schüler:innen des Oldenburger Herbartgymnasiums vom 27. bis 31. Oktober ins südpolnische Krakau reisen. Nach einer ausführlichen Führung durch die mittelalterliche Altstadt am Dienstag folgte am Mittwoch das Hauptanliegen der Fahrt: der Besuch des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, dessen Name zum Synonym für das Menschheitsverbrechen des Holocausts geworden ist. Im weitgehend erhaltenen Stammlager Auschwitz I zeugten zahlreiche Ausstellungen, die zum Teil seit der Errichtung des Museums im Jahr 1947 bestehen, und eine Gaskammer samt Krematorium von den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands an polnischen, russischen und vor allem jüdischen Menschen aus nahezu allen Teilen Europas. Die eigentliche Größe des Lagers erschloss sich jedoch erst auf dem Gelände des wenige Kilometer entfernten Auschwitz II Birkenau, in dem die meisten Deportationszüge ankamen. Hier fanden die sogenannten „Selektionen“ durch SS-Ärzte statt, die für Alte, Frauen und Kinder fast immer den Gang in die dortigen Gaskammern bedeuteten.

2025 10 Birkenau2Ein Besuch an diesem Ort wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Dass aber die Erinnerung lebendig ist, zeigten die vielen internationalen, vor allem jugendlichen Besucher. Den Abschluss der Reise bildete am Donnerstag eine Führung durch das ehemalige Krakauer Ghetto, bei der eindrücklich das Wirken zweier „Gerechter unter den Völkern“ beleuchtet wurde, die den zeitlichen Umständen zum Trotz Hilfe und Rettung für jüdische Ghettobewohner waren. „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“, lautet eine Zeile aus dem Talmud, die ebenso in Erinnerung bleiben wird, wie die vielen intensiven Eindrücke dieser Fahrt.

Ein besonderer Dank richtet sich an die Sponsoren aus dem Oldenburger Münsterland und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die den Schüler:innen diese Erfahrungen ermöglicht haben.

Clemens-August-Gymnasium

Bahnhofstraße 53
49661 Cloppenburg

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