„Rock that Abi – dance everybody“ – so lautet in Anlehnung an einen Song der Black Eyed Peas das diesjährige Abitur-Motto am Clemens August Gymnasium (CAG) in Cloppenburg.
Richtig „gerockt“ wurde in den Wochen davor bei den Prüfungen: 87 Schülerinnen und Schüler (56 Frauen und 32 Männer) durften am Freitag, 26. Juni, in der festlich gestalteten Mensa des CAG ihr Abiturzeugnis entgegennehmen. Besonders bemerkenswert: 19 von ihnen haben einen hervorragenden Notendurchschnitt mit einer „Eins“ vor dem Komma. Der Gesamtschnitt lag mit 2,52 ebenfalls auf einem hohen Niveau. Absolute Spitze dabei: Jendrik Tapken mit einem Durchschnitt von 1,0. Für diese Bestleistung wurde er vom 1. Kreisrat Ansgar Meyer im Namen des Landkreises Cloppenburg mit einer Medaille und einer Urkunde ausgezeichnet.
Wie wichtig dem Landkreis die kontinuierliche Unterstützung für die Schulen ist, hatte Meyer zuvor in seinem Grußwort auf den Punkt gebracht: „Die Qualität der Schulen im Landkreis ist uns lieb und teuer.“ Er hoffe, dass viele der Abiturientinnen und Abiturienten nach Auslandsaufenthalt, Studium oder Ausbildung wieder in den Cloppenburger Raum zurückkehren würden: „Wir brauchen qualifizierte, engagierte Menschen.“
Dass die Ausstattung und die Lernbedingungen am CAG vorbildlich seien, betonte auch Elternvertreterin Michaela Paschen. In ihrem persönlichen Rückblick dankte sie allen am Schulbetrieb Beteiligten für ihren Einsatz. Fazit: „Ich liebe diese Schule!“
Große Verbundenheit mit ihrer (ehemaligen) Schule brachten anschließend auch die Schülervertreter Antonia Riemann, Emre Mutlu und Noah Röckmann zum Ausdruck: „Wir waren 9 Jahre hier – das ist immerhin die Hälfte unseres bisherigen Lebens.“ In dieser Zeit habe es durchaus auch anstrengende, schwierige Phasen gegeben. Was bei anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten als Fünftklässler ebenso helfe wie bei Prüfungsstress im Abitur? „Freundschaften!“ Wenn man sich gegenseitig unterstütze, könne man Herausforderungen bewältigen – und sich dabei weiter entwickeln.
Abschließend ging Schulleiterin Annette Ovelgönne-Jansen noch einmal auf das Abiturmotto ein: „Rock that Abi – dance everybody“ klinge zunächst nach einem Party-Slogan. Eigentlich verberge sich dahinter aber eine tiefergehende Weisheit: Musik beeinflusse Menschen. Sie mache traurig oder fröhlich, diene als Ausdruck von Lebensfreude, aber auch von Protest. Musik und Tanz könnten helfen, neuen Mut zu fassen, selbstbewusster zu werden, Halt zu finden: Kurz – sie förderten die gerade in diesen von Krisen geprägten Zeiten immer wieder beschworene „Resilienz“. Dies Fähigkeit, auch herausfordernden Situationen mit Zuversicht und Gelassenheit zu begegnen wünschte die Schulleiterin den Abiturientinnen und Abiturienten auch für ihren weiteren Lebensweg. Zuvor aber dürfe das Motto auch durchaus wörtlich genommen werden – nicht zuletzt beim Abiball der Schule einen Tag später.