Nachdem sich der Film „Pressure“ am Ende des vorangegangenen Schuljahres bei der lokalen „Filmklappe Oldenburger Münsterland“ den ersten Preis gewonnen hatte, war die AG Ende September zur Teilnahme am landesweiten Filmfestival in Aurich eingeladen. Dort konnten die Siegerfilme der lokalen Wettbewerbe im Kino angesehen werden. Auch „Pressure“ war so erneut auf großer Leinwand zu sehen. Im Anschluss an die Vorführung der sehr unterschiedlichen Filme fanden dann Workshops zu diversen Themen, z.B. zum Schreiben von Drehbüchern und zur Kameraführung, statt. Die Schüler konnten also vielfältige Anregungen durch die Filme und Workshops mit nach Hause nehmen. Gegen Abend stieg dann die Spannung in Anbetracht der Preisverleihung. Im Vorfeld war der Gruppe allerdings bereits klar, dass der Film „Glückskeks“ schwer zu überbieten sei, die Überraschung war daher nicht sehr groß, dass dieser Film auch den ersten Preis gewann. Als dann jedoch Sonderpreise verliehen wurden, war die Freude groß. Die Video-AG gewann des Preis des Bundes Deutscher Kunsterzieher. Stolz nahm die AG den Preis entgegen. Außerdem waren wir im Vorfeld schon angesprochen worden, ob wir den Film nicht auch beim Jugendfilmfestival in Uelzen zeigen wollen. Nachfolgend die Begründung der Jury für deren (erfreuliche) Entscheidung:
Das Fach Kunst steht seit jeher in einer engen Beziehung zum Medium Film. Der Bund Deutscher Kunsterzieher möchte aus diesem Grund die künstlerische Filmarbeit an Schulen mit einem Sonderpreis fördern. Der Schülerfilmpreis des BDK soll eine filmische Arbeit von Schülerinnen und Schülern belohnen, die das Erzählen in Bildern mit einer besonderen Bildästhetik zu verknüpfen weiß. Genau das ist den Schülerinnen und Schülern der Video-AG des Clemens-August-Gymnasiums in Cloppenburg mit ihrem Film "Pressure" gelungen. Es ist ein Film gänzlich ohne auditive Sprache. Ein Film, der seine Geschichte gänzlich über die Bilder transportiert. Bilder mit einer eigenwilligen Farbgebung, Bilder mit einer gezielten Begrenzung des Bildausschnitts kombiniert mit selektiver Tiefenschärfe. Bilder, die von besonders emotional ansprechender Musik verstärkt werden und vom alltäglichen Druck erzählen, dem ein junger Mensch ausgeliefert ist, der sich nicht zum Rauchen verleiten lassen möchte. "Pressure" ist ein Beispiel dafür, wie künstlerische Filmarbeit in der Schule in Kombination mit der kritischen Auseinandersetzung mit einem Thema gelingen kann, ohne zu moralisieren. Wir sagen der Video-AG des Clemens-August-Gymnasiums im Cloppenburg "Herzlichen Glückwunsch" zum Schülerfilmpreis des Bundes Deutscher Kunsterzieher.
Ein weiteres Projekt der AG waren die „Helden von Nebenan“, ein Wettbewerb, bei dem es darum gehen sollte einen „Helden von Nebenan“ zu suchen und filmisch zu portraitieren. Nach einer intensiven Such nach Ideen, fand Marcel schließlich den idealen Helden. Die AG verfasste daraufhin eine Exposé zu einem entsprechenden Film und qualifizierte sich so für einen Workshop in Oldenburg. Dort wurde das Filmen eines Interviews geübt, was zwar zunächst recht einfach erscheint, jedoch beim Einsatz mehrerer Kameras nicht ganz so trivial ist, wie es zunächst erscheint. Hier zeigte sich z.B. dass das genaue Abgleichen der Einstellungen der Kameras von großer Bedeutung ist. Korrekturen, die bei Standbildern problemlos möglich sind, verderben die Qualität bewegter Bilder dann doch erheblich. Leider scheiterte die Fortführung des Projektes jedoch daran, dass der vorgesehene Hauptdarsteller dann letztendlich seine ehrenamtliche Tätigkeit beim Roten Kreuz beendet hatte und nicht mehr zur Zusammenarbeit mit der AG bereit war. Ohne ihn ließ sich der Film nicht produzieren.
Schließlich fuhr die AG Ende November zum Jugendfilmfestival in Uelzen, wo erneut der Film „Pressure“ gezeigt wurde. Auch hier gab es wieder Gelegenheit, Filme anderer Gruppe zu sehen und zu besprechen. Außerdem wurden diverse Workshops angeboten. Besonders gut kam der Schminkworkshop „Blut und Tränen“, der vom Mitarbeitern des Roten Kreuzes angeboten wurde, an.
Anschließend begann die Planung für einen neuen Film für die kommende Filmklappe. Der Projekttitel lautete zunächst „Hipster“ und sollte ein halbdokumentarischer Film über diese Jugendkultur werden. Aufgrund eines weiteren sehr aufwendigen Projekts wurden die zunächst umfangreichen Planungen etwas gekürzt und es entstand dann unter Zeitdruck ein ganz anderer Film: „#YOLO“.
Frau Ovelgönne-Jansen fragte bei der AG an, ob wir ein Projekt mit der „Beratungsstelle Sucht“ der Stiftung Edith Stein durchführen wollten. Es sollte ein Werbespot für einen Wettbewerb zum Thema „Sucht“ erstellt werden, der dann im Internet aber auch in den Kinos des Landkreises gezeigt werden sollte. Außerdem sollte das Projekt vom Vechteraner Künstler Thommes Nentwig unterstützt werden. Die Zustimmung zu einem so interessanten Projekt fiel dann nicht schwer.
Nach einigen Absprachen fand dann in der letzten Woche vor den Halbjahreszeugnissen eine gemeinsame Projektwoche der Foto- und Video-AG statt. An den ersten beiden Tagen wurden die Schüler über das Thema „Alkohol- und Spielsucht“ informiert und Ideen gesucht und ausgearbeitet. Schließlich hatten die Schüler eine klare Vorstellung vom Endprodukt entwickelt, die es nun umzusetzen galt. Besonders aufwendig war eine Disco-Szene, die wir dankenswerterweise auf Vermittlung von Herrn Gelhaus im „Bebop“ drehen konnten. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10Fb nahmen als Statisten an den Dreharbeiten teil. Weitere Szenen wurden an verschiedenen Orten in der Schule gedreht. Leider konnte der Film in der Projektwoche nicht ganz fertig gestellt werden, so dass eine Szene noch später gedreht werden musste. Erst nach den Osterferien war den Film dann endgültig fertig und ist derzeit im Cloppenburger Kino zu sehen.
Ein weiteres Projekt der AG ist die Mitarbeit an der Herausgabe einer DVD über den Film der 1963 beim Besuch des damaligen Bundespräsidenten Lübke in Cloppenburg und Umgebung. In diesem Zusammenhang wurde Ende Februar in Zusammenarbeit mit der Radio-AG ein weiteres Interview gefilmt. Die gesamte DVD soll dann im Schuljahr 2013/14 fertig gestellt werden.
Herr Eckhardt fuhr er mit der AG zum Jugendfilmfest in Hüll. Da der aktuelle Film „#YOLO“ noch nicht ganz fertig gestellt war, wurde erneut „Pressure“ gezeigt. Besonders produktiv an diesem eher kleinen Festival war, dass nach der Vorführung der Filme mit allen Teilnehmern ausgiebig über Entstehung, Gestaltung und mögliche Optimierungen der Filme gesprochen wurde.
Schließlich wurde dann noch der Film „#YOLO“ fertig gestellt, der bei der „Filmklappe Oldenburger Münsterland“ nur knapp den ersten Platz verfehlte. Eine Teilnahme an der landesweiten Filmklappe in Aurich ist diesmal also nicht drin. Inzwischen ist ein weiterer kurzer Spielfilm in die erste Planungsphase gegangen.
All diese vielfältigen Aktivitäten wären ohne die großzügige Unterstützung durch den Förderverein kaum möglich gewesen. Die Werke der Video-AG können auf der Homepage des CAG angesehen werden.


